Uns gehört die Hälfte der Welt!

Es ist nicht viel bekannt über die sechs Frauen, die am 18. März 1919 als erste weibliche Potsdamer Stadtverordnete im damaligen Palast Barberini tagten. Dies zu ändern hat sich die Initiative Frauenwahllokal u. a. auf ihre Fahnen geschrieben. Sie lud anlässlich dieser denkwürdigen 1. Stadtverordnetenversammlung mit Frauenbeteiligung zu einem großen Festakt ins Auditorium des heutigen Kunstmuseums Barberini ein – auch, um einen Brückenschlag zwischen Politik, Kunst und Wissenschaft der Gegenwart zu vollziehen. „Uns gehört die Hälfte der Welt!“ weiterlesen

Ihr habt die Wahl!

Lieder sagen – wie Bilder – manchmal mehr als tausend Worte. So war es auch während der politisch-literarischen Revue, die am 3. Adventssonntag im Filmmuseum stattfand. Fünf Schauspielstudentinnen der Filmuniversität Babelsberg sangen aus vollem Herzen und mit jeder Menge Esprit Chansons der 1920er Jahre und spiegelten so u. a. das Frauenbild der Weimarer Republik kongenial wieder. „Ihr habt die Wahl!“ weiterlesen

Wie kamen die Frauen ins Wahllokal?

Der Schnaps floss in Strömen und die eine oder andere Tracht Prügel wurde ebenfalls freigiebig verabreicht. So jedenfalls beschrieb die Hamburger Historikerin Hedwig Richter die Wahltage in den USA des 19. Jahrhunderts. Aber auch in Europa herrschten bis Anfang des 20. Jahrhunderts ähnlich raue männliche Wahlsitten. Und schummrige alkoholgeschwängerte (Wahl-)Lokale waren für Frauen eine No-go-Area. „Wie kamen die Frauen ins Wahllokal?“ weiterlesen

Frauenwahllokal: Evas Sünde?!

Raus mit’n Männern aus’m Reichstag!/…/Wir machen draus ein Frauenhaus./ Das sang Claire Waldoff, die Chansonette mit der berühmten Berliner Schnauze, selbstbewusst und kämpferisch im Jahr 1926. Da war das Frauenwahlrecht gerade mal acht Jahre beziehungsweise zwei Wahlperioden alt und die Weimarer Republik in ihrer dritten Phase und den sogenannten „Goldenen Zwanzigern“ angelangt. „Frauenwahllokal: Evas Sünde?!“ weiterlesen