Wie kamen die Frauen ins Wahllokal?

Der Schnaps floss in Strömen und die eine oder andere Tracht Prügel wurde ebenfalls freigiebig verabreicht. So jedenfalls beschrieb die Hamburger Historikerin Hedwig Richter die Wahltage in den USA des 19. Jahrhunderts. Aber auch in Europa herrschten bis Anfang des 20. Jahrhunderts ähnlich raue männliche Wahlsitten. Und schummrige alkoholgeschwängerte (Wahl-)Lokale waren für Frauen eine No-go-Area. „Wie kamen die Frauen ins Wahllokal?“ weiterlesen

Frauenwahllokal: Evas Sünde?!

Raus mit’n Männern aus’m Reichstag!/…/Wir machen draus ein Frauenhaus./ Das sang Claire Waldoff, die Chansonette mit der berühmten Berliner Schnauze, selbstbewusst und kämpferisch im Jahr 1926. Da war das Frauenwahlrecht gerade mal acht Jahre beziehungsweise zwei Wahlperioden alt und die Weimarer Republik in ihrer dritten Phase und den sogenannten „Goldenen Zwanzigern“ angelangt. „Frauenwahllokal: Evas Sünde?!“ weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht – Festveranstaltung

„Sehr geehrte Herren und Damen!“

mit diesen Worten eröffnete Marie Juchacz am 19. Januar 1919 als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung ihre Rede. Es war eine Strenstunde der Demokratie nd der Gleichberechtigung nach einem langen Weg.

Ermöglicht wurde die Rede von Marie Juchacz durch den Aufruf vom Rat der Volksbeauftragten an das deutsche Volk vom 12. November 1918. An diesem historischen Tag lädt die Landtagspräsidentin, Britta Stark, gemeinsam mit dem Frauenpolitischen Rat und dem Frauenwahllokal dazu ein, das Jubiläum mit einer Festveranstaltung im Landtag zu eröffnen.

Anmeldung zur Festveranstaltung unter http://www.anmeldung.protokoll-bb.de